Um unser Gewissen so zu trainieren, dass es richtig funktioniert, brauchen wir Gottes heiligen Geist. (Lies Römer 9:1.) Dieser Geist kann uns helfen zu verstehen, wie Gott über etwas denkt.

Er kann uns außerdem den Wunsch und die Kraft geben, das zu tun, was Jehova gefällt (Phil. 2:13). Aber wie erhalten wir die Unterstützung des heiligen Geistes?
Bete um heiligen Geist. (Lies Lukas 11:10, 13.) Wir können uns sicher sein, dass Jehova uns seinen heiligen Geist wirklich gern gibt (Joh. 3:34).

Alle, die bereit sind, sich davon leiten zu lassen, bekommen ihn großzügig zur Verfügung gestellt (Spr. 1:23; Jak. 1:5). Was hilft uns noch, unser Gewissen zu schulen?
Such immer Jehovas Anerkennung (Spr. 8:34, 35). Das sollte unser wichtigstes Ziel im Leben sein. Wenn wir dieses Ziel in jeder Situation vor Augen haben, kann das unser Gewissen trainieren. Ein gut geschultes Gewissen ist die Kombination aus einem Kopf, der auf Jehovas Denken abgestimmt ist, und einem Herz, dem Jehovas Gefühle wichtig sind. Wenn wir an das komplizierte Leben von heute denken, wird uns bewusst, wie wichtig ein funktionierendes Gewissen ist.

Oft stehen wir vor Situationen, auf die in der Bibel nicht detailliert eingegangen wird. Das kann Bereiche wie Unterhaltung, Beruf, Bildung oder zwischenmenschliche Beziehungen betreffen. Wie können wir sicherstellen, dass sich Jehova über unsere Entscheidungen in diesen Lebensbereichen freut? (2. Kor. 1:12).
Es kommt vor, dass treue Anbeter Jehovas in bestimmten Situationen ganz unterschiedlich entscheiden.
Warum sollte uns das nicht wundern? Weil jeder von uns einzigartig ist und eine andere Sicht auf die Dinge hat.

Unsere Ansichten werden von unserer Kultur, unserer Erziehung und von persönlichen Erlebnissen beeinflusst. Wir sollten aber nicht zulassen, dass unterschiedliche Meinungen den Frieden und die Einheit in der Versammlung bedrohen (Eph. 4:3).
WIR leben in den letzten der letzten Tage. Uns stehen welterschütternde Ereignisse bevor. Jehova wird den Nationen „seinen Gedanken“ ins Herz geben, nämlich dass „sie ihre Königsmacht dem wilden Tier geben“ – den Vereinten Nationen (Offb. 17:17).
Dieses mit großer Macht ausgestattete wilde Tier wird dann mit der vollen Unterstützung aller politischen Mächte die Organisationen der falschen Religion ein für alle Mal vernichten (Offb. 17:16). Das ist der Beginn der großen Drangsal. Was kommt als Nächstes?
Die Lage wird sich weiter zuspitzen. Die Nationen der Welt werden einen gemeinsamen Großangriff auf Jehovas Volk starten (Hes. 38:14-16). Dazu heißt es in dem Buch Die reine Anbetung Jehovas – endlich wiederher gestellt!: „Von Satan aufgestachelt, werden die Nationen versuchen, Jehovas Diener – und mit ihnen die reine Anbetung – von der Erde auszulöschen.“

Dann wird der Höhepunkt aller Ereignisse folgen: der Krieg von Armageddon. Jesus wird zusammen mit seinen 144 000 Mitregenten und den Engeln das heutige Weltsystem beseitigen und uns den Weg in eine gerechte neue Welt ebnen (Offb. 16:14-16; 19:11-21).
Wie können wir unser Gewissen trainieren?
Dazu müssen wir regelmäßig in der Bibel lesen und herausfinden,
was von Jehovas Standpunkt aus richtig und was falsch ist.
Je mehr wir uns mit seinen Gesetzen vertraut machen,
desto besser verstehen wir, wie er denkt.
Doch wie im vorherigen Artikel erwähnt,
lassen sich Gesetze oft nur begrenzt anwenden.
Aus diesem Grund müssen wir auch nach Grundsätzen suchen,
weil sie Jehovas Denken und Empfinden sehr viel umfassender widerspiegeln (Jes. 55:9).
Wie Kriege und Konflikte uns alle betreffen
„Wir beobachten derzeit die höchste Anzahl an gewaltsamen Konflikten seit dem Zweiten Weltkrieg. Zwei Milliarden Menschen leben in Konfliktregionen – das ist ein Viertel der Weltbevölkerung.“
Amina J. Mohammed, Stellvertretende Generalsekretärin der Vereinten Nationen, 26. Januar 2023
Wo heute noch Frieden herrscht, kann schon morgen ein Krieg oder ein bewaffneter Konflikt ausbrechen. Und weil die Welt so vernetzt ist wie nie zuvor, leiden oft auch Menschen darunter, die weit vom Geschehen entfernt leben. Außerdem bleibt der entstandene Schaden noch lange nach Beendigung der Kämpfe bestehen.
Piktogramm von zwei Händen, die eine leere Schale halten.
Lebensmittelknappheit. Laut einem Bericht des Welternährungsprogramms sind Konflikte nach wie vor der größte Treiber des globalen Hungers: „Nahezu 70 Prozent der … Menschen, die von akutem Hunger betroffen sind, leben in fragilen oder von Konflikten geprägten Ländern.“
Piktogramm von einer traurigen Frau, die ihr Gesicht mit den Händen verbirgt.
Körperliche und psychische Beschwerden. Die Bedrohung durch Krieg und die damit verbundene Unsicherheit kann Stress und Ängste auslösen. Wer in einem Konfliktgebiet lebt, hat nicht nur ein höheres Risiko, körperliche Schäden zu erleiden, sondern auch, psychische Krankheiten zu entwickeln. Gleichzeitig ist oft der Zugang zu medizinischer Versorgung eingeschränkt.
Piktogramm einer Familie, die mit großen Taschen auf der Flucht ist.
Flucht und Vertreibung. Nach Angaben des UN-Flüchtlingskommissars befanden sich im September 2023 weltweit über 114 Millionen Menschen auf der Flucht. Ein Hauptgrund für diese Krise sind Kriege und gewaltsame Konflikte.
Piktogramm einer Familie, die vor ihrer ärmlichen Hütte steht.
Wirtschaftliche Schäden. Kriege bringen oft Inflation und andere wirtschaftliche Probleme mit sich. Wenn staatliche Mittel in Militäreinsätze fließen, geht das häufig auf Kosten der Gesundheitsversorgung und der Bildung. Außerdem sind nach den Zerstörungen enorme Summen für den Wiederaufbau nötig.
Piktogramm von einem Rohr, aus dem Öl heraussickert.
Umweltschäden. Durch die absichtliche Schädigung der Umwelt soll Menschen die Lebensgrundlage entzogen werden. Die Verseuchung von Wasser, Luft und Boden kann langfristige Gesundheitsprobleme verursachen. Zudem stellen Landminen noch lange nach Ende der Kämpfe eine Bedrohung dar.
Kriege richten ohne Zweifel enormen Schaden an.